6
Jul
2006

Hammering

Nicht kaputt zu kriegen, diese bescheuerten Ideen. Heute darf ich ran, und zwar an die Arbeit, bis 22:00 Uhr. Nicht weiter schlimm, aber es wird, wie an den anderen Tagen auch, überhaupt nichts los sein. Es wurde berichtet, dass bisher sämtliche Kollegen dieser donnerstäglichen Spätschicht sich für die zwei Stündchen zusammengerottet und Eis gegessen haben. Hört sich gut an.
Doch was für eine horende Geldverschwendung. Personal und Betriebskosten für dieses zwei Stunden können unmöglich von den zwei Kunden aufgefangen werden, die ´ne Batterie und ´ne CD kaufen. But we do it, because we can. Aber nicht mehr lange, würde ich sagen.

Jedenfalls führt diese Öffnungszeit dazu, das ich erst um 15:00 in den Hallen des Fantastikas auflaufen muß, was mich widerum etwas entspannt. Was mich jedoch verspannt sind die netten Bauarbeiter vor meiner Haustür. Wie das alte Lied mit den Nachbarn, so dachte ich, ärgerlich zwar, dieser Krach, aber ich hab mich ja halbwegs daran gewöhnt. Das Fenster ließ ich natürlich offen wegen Erstickungs- und Erschwitzungsgefahr, da legte der Presslufthammer los. Den brachte ich sehr schnell mit mir in Einklang. So schlummerte ich noch ein wenig, ruhigen gemütes vor mich hin, bis...

Auf der anderen Straßenseite wurde zeitgleich ein weiteres Loch, ich glaube das fünfte in dieser Woche, mit enormer Schlagkraft ausgehoben. Man muß ja erstmal mit so einem Bohrhammer, o. ä. die Straße aufmeisseln. Dazu kam dann noch irgendein Geräusch von irgendeinem Ding, ich weiß nicht welches, aber es lies mich mein Geschlummer, meine Friedfertigkeit und meine Gedult schnell wieder vergessen. Der Presslufthammer ist schon sehr laut. Und es störte mich auch nicht, als ich mit dem Bett quer durchs Zimmer hoppelte. Aber diese anderen Pneumatischen und Elektronischen Krachmacher waren, ich würde sagen, etwas zu laut. Und zwar so laut, dass ich es plötzlich doch vorzog, mir bei geschlossenem Fenster sämtliche Haare vom Körper zu schwitzen.

Ursprünglich hatte ich ja die Idee, mich in einem Freibad der Sonne auszuliefern, jedoch mangels Sonne und aufgeweichtem Boden muß dieser schöne Einfall verschoben werden. Kurzum: Hier ist Krach in der Bude, draußen fehlt mir gerade die Sonne (kommt vermutlich ab 15.00 Uhr wieder zum Vorschein) und ich krieg diese drückende Luft nicht aus der Wohnung. Ich hätte es nie für möglich gehalten, aber ich glaube die Lösung ist Fantastika. Da gibts zwar nichts gescheites, womit man die Zeit rumbringen könnte, aber da gibts ´ne Klimaanlage und keine nervenden Bauarbeiter mit ihren reizenden Werkzeugen.

Wenn ich nach Hause komme ist ja wieder Ruhe und die sieben Stunden sitze ich doch auf einer Backe ab. Also ein recht entspannter Tag, würde ich mir jetzt einfach mal einreden. Vermutlich falle ich gleich noch in eines von diesen zahlreichen Löchern vor unserem Haus. Wenn das passiert, nehme ich auf der Stelle Urlaub und flüchte dahin, wo´s keine Straßen zum Aufreissen gibt und wo jeder Laden bis 0.00 Uhr auf hat. Sollen doch die anderen ihre Zeit verschwenden.
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Karl Kackbratze hatte immerhin eine Wahl und die hat...
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