19
Jul
2006

Der Böse-Gucker

Gucken sie mich nicht so böse an, sie wollen was verkaufen, eröffnete heute jemand in einem sehr schroffen Ton das Gespräch. Jetzt kann man sich Gedanken darüber machen, wie ich denn wohl gucke. Wie guckt man wohl, wenn man bei diesem Wetter in einer bunkerähnlichen Bruchbude den Schweißgeruch halbnackter und ungepflegter Menschen einatmen darf. Aber darüber will ich gar nicht reden. Ich frage mich nur, wie jemand auf die Idee kommt, auf diese Art und Weise mit jemandem in Kontakt zu treten. Gut, als Verkäufer ist man natürlich nur ein beschissenes Haar im Analbereich der müffelnden Gesellschaft. Und es war vollkommen klar: Dieser Kunde war nicht mein Kunde. Glücklicherweise befand sich mein Kollege bereits in Arschkriecherstellung und verkaufte ihm lächelnd einen IPod nebst Zubehör. Dafür erntete er auch sehr viel Lob von dem dreisten Arschloch, und zwar in einer Lautstärke in der mir seine Worte natürlich nicht verborgen blieben: So sieht ein lächeln aus, hieß es plötzlich, und tatsächlich: Mein Kollege grinste wie ein frisch beglücktes Honigkuchenpferd.

Das kaum beachtete Anhängsel dieses schrecklichen Menschen, bestehend aus mehereren Personen die alle irgendwie gebeugt zu gehen schienen, trottete mit ihm zum Ausgang und freute sich über den gerade erstandenen MP3 Player, nebst völlig überteuertem Zubehör. Mein Kollege war äußerst amüsiert ob des Auftritts dieses Menschen und erklärte mir das dies ein typischer Kunde für ihn gewesen sei und nicht für mich, sonst hätte der wohl gar nichts gekauft.

Das hätte durchaus im Bereich des Möglichen liegen können, hielte dieser Kunde nicht schon längst ein Gerät in seiner Hand, während seines Plumpen Auftritts. So war der Kauf eigentlich schon vollkommen klar für ihn, er suchte nur ein andere Speichergröße. Mein Kollege traute mir also zu, ihm dieses Gerät wieder auszureden, das Gegenteil von dem, wofür ich eigentlich eingestellt wurde. So müsste ich die Andeutung bei mir hätte er wohl nichts mitgenommen eigentlich als Beleidigung verstehen, denn ich glaube diesem Beruf durchaus gewachsen zu sein. Naja...

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